Wandern und Erleben

Wo sich Kneippen, Naturgenuss und Spaß beim Boulen vereinen lassen (Tour Nr. 2)

07.05.2021

Der Wasserturm oberhalb vom Hellental ist prägend für Steinheim


Wanderlänge: 5,5 Kilometer,  teils Mainwanderweg (Zeichen blaues M)
Wanderdauer: 1:30 Stunden
Eignungsgrad: weitgehend barrierefrei, leicht begehbare Wege, genug Ruhebänke unterwegs, für Familien mit Kindern gut geeignet  
Besondere Reize: Natur, Kneippen und Boulen, Zeugnisse der Volksfrömmigkeit, Pferde 
Start-Haltestelle: Darmstädter Straße oder Am Obertor (Steinheim)          
Ziel-Haltestelle: Maindamm (Klein-Auheim)
Buslinien: 12 Ikea-Freiheitsplatz-Steinheim sowie 4 Freiheitsplatz-Steinheim-Klein-Auheim
(Halbstundentakt Linie 12, Viertelstundentakt Linie 4, Fahrplan-Download unter www.hsb.de)
Für die Planung hilfreich: https://www.komoot.de/tour/344553961

Am Ende der Von-Eiff-Straße in Steinheim lässt sich der Kreislauf in der Kneippanlage gleich zu Beginn in Wallung bringen. Tretbecken, Barfußpfad und Fitnessgeräte helfen dabei.  Diese Kombination ist in Hanau einmalig. Am Eingang zur Kneippanlage werden das blaue M und das Schild „Zur Fasanerie“ erstmals zum wiederkehrenden Anhaltspunkt. Der Wasserturm zur Rechten dient zudem der ersten Orientierung.

Pferdekoppel-Idylle und Kraftwerk spiegeln Gegensätze wider


Parallel zum Hellenbach schlängelt sich der Weg durchs liebliche Tal. Trauerweiden ragen teils bis auf den Weg, die Wiesen sind feucht (im Sommer Mückengefahr), hier fühlt sich zuweilen auch ein Biber wohl. Bevor ein kleiner See erreicht ist, zeugt auf der Linken ein erster, mit Blumen geschmückter Marien-Bildstock von der Volksfrömmigkeit. Nach rund zwei Kilometern zweigt der Weg nach links ab. Nahe der Brücke über die Schnellstraße lohnt ein Blick zurück aufs Hellental und die Steinheimer Altstadt-Silhouette.
Das Kraftwerk Staudinger gibt dann grob die Wanderrichtung vor. 
Über den Weg „Bruchseite“ ist die autobefahrene Fasaneriestraße zu queren, und sofort folgt der idyllische Tistrasee - benannt nach der Firma, die hier früher Kies abbaute. Dem Weg „Am Tistrasee“ folgen, dann an der der Nordostecke des Sees kurz nach rechts Richtung Fasanerie und gleich wieder nach links den Weg „Vor der Lache“ wählen. Der Fasanenhof kommt in den Blick – und damit die ersten Pferde auf vielen Koppeln.
Die Landschaft und durch Wiesen und Äcker bestimmt.
 

Ausdruckkatholischer Volksfrömmigkeit: der Marienbildstock „Jungfrau der Armen“


Wie eine Wegmarke wirkt an der nächsten Kreuzung der zweite Marienbildstock, die „Jungfrau der Armen“.
Hier lohnt sich auf dem Speckweg ein kurzer Abstecher nach rechts zum Obst- und Gemüsehof Wurbs mit Hofladen, Gartenrestaurant und Spielplatz. Auf dem Weg zurück mit Blick auf Klein-Auheim macht ein krähender Gickel auf den Geflügelzuchtverein aufmerksam. 
Nun folgen einige hundert Meter geradeaus: an Pferdekoppeln vorbei, die Straße „Zum Flurkreuz“ überqueren und in der Weiskircher Straße links in einen langgezogenen Grünstreifen mit Fußweg einbiegen (nach der Lilienstraße).  An der ersten Straßenkreuzung kommt ein Kleinkind-Spielplatz mit Boulebahn in den Blick – eine von einem Dutzend in der „Boulebahn-Stadt“ Hanau. Hier ist ein vergnüglicher gemeinschaftlicher Abschluss beim Kugelspiel möglich. Die Schlussetappe erfolgt weiter durch den Grünzug, hinter einem Spiel- und Bolzplatz mit Seilbahn über den Fußweg nach rechts. Abermals ist die Fasaneriestraße zu überqueren und hinter der Eugen-Kaiser-Schule der Fußweg nach rechts zu wählen.
An der Famta Klein-Auheim vorbei, über den Bornpfad nach rechts und über ein kurzer Stück Sudetendeutsche Straße nach links bis zur Geleitstraße; an dieser Kreuzung ist die Zielhaltstelle Maindamm in Sichtweite.

Wo Störche in Horsten brüten und teils steinalte Geschichte erlebbar wird (Tour Nr. 1)

21.04.2021

Landschaftsschutzgebet an den Breulwiesen


Wanderlänge: Rund 6 Kilometer                   
Wanderdauer: 1:40 Stunden
Eignungsgrad: weitgehend barrierefrei, mittelschwer, überwiegend gut begehbare Wege
Besondere Reize: Natur und Geschichte / Storchenhorste, alte Burganlage, römisches Hügelgrab, Bismarckturm,
teils Regionalparkroute durch den Wald 
Start-Haltestelle: Raiffeisenstraße (Mittelbuchen)
Ziel-Haltestelle: Bismarckturm (Hohe Tanne)
Buslinie: 9 Freiheitsplatz – Hohe Tanne – Mittelbuchen (meist im Halbstundentakt, Fahrplan-Download unter www.hsb.de)
Für die Planung hilfreich: https://www.komoot.de/tour/343320907

In den Wiesen im Süden von Hanaus ältestem Stadtteil Mittelbuchen fühlen sich Störche wohl. Das ist schon kurz nach dem Ausstieg zu erleben: Von der Haltestelle Raiffeisenstraße Richtung Hanau, dann rasch links in „Zur Breulwiese“, am Wendehammer Fuß- und Radweg weiter geradeaus, ebenso am Schild „Landschaftsschutzgebiet“ entlang einer Pappelreihe, dann befestigten Weg nach rechts. Der erste Storchenhorst ist in Sicht, ihn anpeilen.

Horst nahe der Kreuzung Am Storchnest/Am Läusgarten


Dann nach rechts Richtung Landesstraße 3008 (Busroute nach Mittelbuchen) durch eine schöne Streuobstwiese.
Nach links Fuß- und Radweg entlang der L 3008 bis zur Einfahrt „Hüfner Gartenbau“ auf der anderen Straßenseite.
Auf festem Weg geradeaus wieder an Streuobstwiesen vorbei. Mit Blick auf die Windräder am Horizont kommt der zweite „bewohnte“ Storchenhorst in den Blick. An der Wegekreuzung „Am Storchnest/ Am Läusgarten“ kurz nach linkt und gleich wieder nach rechts.
Entlang Graben und Baumreihe führt der Wege in den Wald. Bald nach einem Hochsitz folgen zwei Holzplanken über einen Bach, dann nach rechts bis zum Wiesenrand.
Dort links halten Richtung Wachenbuchen. Am Weg entlang kommt der dritte Horst in den Blick.
 

Bismarckturm an der gleichnamigen Zielhaltestelle


Wenn rechts Wasserwerk und Maschinenhalle nahen, an der Kreuzung nach links auf den Wanderweg.
Weiße Sitzsteine werden sichtbar – ein Charakteristikum der hier verlaufenden Regionalparkroute.
Von dort ein kurzer Abstecher nach rechts zu einer vermutlich schon im frühen Mittelalter errichteten Turmhügelburg; an einer Sitzbank erklärt eine etwas in die Jahre gekommene Karte auf Holz die Anlage.
Der Weg führt zurück zu Regionalparkroute. Dort werden an weißen Stelen Pflanzenarten, Waldbewässerung und das Schutzgebiet Hirzwald erklärt, ebenso auf einem großen Schild ein römisches Hügelbrandgrab. Weiter geradeaus und der Regionalparkroute über die Autobahnbrücke und an einer rasch folgenden Gabelung nach rechts folgen. In einer Kurve folgen weitere weiße Sitzsteine, ehe am Waldrand das Waldportal erreicht ist – eine unterbrochene Sandsteinmauer als Wegmarke der Regionalpark-Anbindung zur Hohen Straße.
Die Zielhaltestelle ist mit leichtem Schwenk nach rechts erreicht, direkt neben dem Bismarckturm, der 1905 zu Ehren von Reichskanzler Otto von Bismarck eingeweiht wurde.