Neue Konzession sichert HSB Hanauer Stadtbusverkehr bis 2027

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Die Hanauer Straßenbahn (HSB) fährt ihre Buslinien im Stadtgebiet bis zum 31. Mai 2027. Die Stadt Hanau hat die Möglichkeit genutzt, diese Konzession direkt, also ohne wettbewerbliches Verfahren an ihr ÖPNV-Unternehmen zu vergeben. Der seit Juni 2009 geltende bisherige Dienstleistungsauftrag endet am 31. Mai 2017. Oberbürgermeister Claus Kaminsky betont, dass „mit der Direktvergabe bis 2027 Klarheit, Sicherheit und Verbindlichkeit für Stadt und HSB gegeben sind“.
Kaminsky erinnert daran, dass die vorherige Konzessionsvergabe an die HSB im Jahr 2008 „weitaus schwieriger“ gewesen sei. Das habe nicht nur daran gelegen, dass eine Direktvergabe in heutiger Form damals nicht möglich war. Vielmehr habe die HSB seinerzeit „ihre schwerste wirtschaftliche Krise“ zu bestehen gehabt, ehe sie nach einer „harten Sanierung“ die Voraussetzungen für die Linienkonzession habe erfüllen können. Die Hanauer Bürgerschaft habe sich in dieser Zeit „in vorbildlicher Weise“ mit dem städtischen Nahverkehrsunternehmen solidarisiert. So sei die Fahrgastzahl 2008, im Jahr des 100. HSB-Geburtstags, erstmals über elf Millionen gestiegen. Mittlerweile seien fast zwölf Millionen Fahrgäste jährlich erreicht, was für die „grundsätzlich gesunde Entwicklung“ der HSB spreche und auch mit der stetig steigenden Einwohnerzahl der Brüder-Grimm-Stadt zusammenhänge.
BeteiligungsHolding Hanau (BHG), HSB, Hanau Lokale Nahverkehrsorganisation (HLNO) und die Zentrale Verwaltung im Rathaus hätten sich frühzeitig um die Direktvergabe bis 2027 gekümmert, bedankt sich der OB. Heute lasse sich im Rückblick sagen: „Alles richtig gemacht.“
Nach Gesetzeslage dürfen Behörden Dienstleistungsaufträge im ÖPNV ohne vorherige Ausschreibung an ihnen gehörende Verkehrsunternehmen direkt vergeben, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört, dass Verkehre im Wesentlichen auf den örtlichen Zuständigkeitsbereich beschränkt bleiben und vom kommunalen Verkehrsunternehmen überwiegend erbracht werden müssen. Unabdingbar ist zudem, dass ein ausreichendes Verkehrsangebot aus eigener Finanzkraft des Unternehmens nicht möglich und Hilfe aus öffentlichen Mitteln nötig ist. Wichtig ist darüber hinaus, dass die Stadt Hanau als alleinige, hundertprozentige Gesellschafterin der HSB-Mutter BHG beherrschenden Einfluss auf ihr Busunternehmen hat.
Theoretisch hätte ein HSB-Konkurrent einen sogenannten eigenwirtschaftlichen Antrag stellen können, um die Konzession für die Hanauer Stadtbuslinien für sich zu reklamieren. Dass dies nicht der Fall war, wertet Kaminsky als „Kennzeichen dafür, wie leistungsstark und zuverlässig die Hanauer Straßenbahn ist“.
Grundlage für die direkt zu vergebenden Verkehrsleistungen sind die Anforderungen, wie sie im aktuellen Nahverkehrsplan der Stadt Hanau definiert sind. Dazu zählen nicht nur die Fahrleistungen auf den bestehenden Stadtbuslinien, sondern auch Qualitäts- und Umweltstandards, Anforderungen an Personal, Fahrzeuge, Betriebsabwicklung, Vertrieb und Marketing sowie die Meßbarkeit der Leistungen über das rechnergestützte Betriebsleitsystem. „Diesen Leistungsmix erbringt die HSB zuverlässig wie eh und je, daher ist die Direktvergabe nur folgerichtig“, schließt der OB

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Wegen Bauarbeiten ist die Nürnberger Straße an Montag, 3. Juli, für voraussichtlich 6 Wochen gesperrt. Das bedingt Umleitungen der Buslinien 1, 2, 5 und 6. Die Haltestelle Leimenstraße entfällt für alle diese Linien, die Haltestelle Marktplatz für die Linien 1, 2 und 6. Ersatzweise fährt die HSB die Haltestellen Klinikum und Heraeusstraße an. Als Alternative bietet sich auch der Busbahnhof Freiheitsplatz an.

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