Mit Thomas Schulte hat HSB erfahrenen neuen Geschäftsführer an der Spitze

Thomas-Schulte Antrittsbesuch

Es gibt sicher wünschenswertere Einstiege, als gleich vom sechsten Arbeitstag an einen Busfahrer-Streik aushalten zu müssen. Aber das konnte sich Thomas Schulte, seit Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Hanauer Straßenbahn (HSB), nicht aussuchen. Immerhin führte der Ausfall aller Linien dazu, dass mehr HSB-Beschäftigte als sonst üblich Zeit hatten zu einer Mitarbeiterversammlung zu kommen und sich die Vorstellung ihres neuen Chefs anzuhören. Auch Stadtrat Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender der HSB, gewinnt der ungewöhnlichen Einstiegsphase Positives ab: „So ist Thomas Schulte gleich voll gefordert und kann beweisen, dass wir eine gute Wahl getroffen haben.“
Während des Streiks hatte Schulte seinen Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Der OB empfing ihn mit den Worten: „Wir freuen uns, dass wir Sie für diese wichtige Funktion gewinnen konnten.“ Im nächsten Satz konfrontierte er Schulte mit der großen wirtschaftlichen Herausforderung, vor der die wachsende HSB steht: „Wir müssen alles daran setzen, jedes Jahr die im Koalitionsvertrag festgesetzten vier Millionen Euro Defizit nicht zu überschreiten, wenngleich das immer schwerer wird.“ Zugleich gehe es darum, die Zufriedenheit der Fahrgäste und deren Zahl von momentan knapp zwölf Millionen im Jahr zu steigern.

Kaminsky meinte: „Wenn Sie sich mit ihrer beruflichen Vita für die HSB entscheiden, so macht uns das froh und neugierig zugleich.“ Schulte entgegnete: „Nicht die Größe des Unternehmens war bei meinem Wechsel nach Hanau entscheidend, sondern die Gestaltungsmöglichkeiten in einer Fast-Großstadt mit Bevölkerungswachstum.“
Vor seinem Wechsel zur HSB war der 54-Jährige von 2002 bis Ende 2016 Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr. In dieser ländlich geprägten Region, wo die Bevölkerungszahlen rückläufig sind, trug er im Vergleich zu Hanau die Verantwortung für rund doppelt so viele Beschäftigte und Busse. Zuvor hatte der verheiratete Familienvater für die große Connex-Gruppe gearbeitet hatte.
Von daher ist für Schulte zwar Hanau Neuland, aber die Rhein-Main-Region ist ihm nicht ganz unbekannt. Denn Connex (vormals Deutsche Eisenbahn Gesellschaft) hat ihren Sitz in Frankfurt. Bei dieser Gesellschaft war er von 1992 bis 2002 in führender Position für unterschiedliche Eisenbahn- und Busunternehmen der Konzernmutter in mehreren Bundesländern zuständig.
Der gebürtige Hagener hat in Dortmund Raumplanung studiert. Als Diplom-Ingenieur arbeitete er anschließend von 1987 bis 1992 in einem Ingenieurbüro und dabei mit Beratungsschwerpunkt im Schienen- und Öffentlichem Personen-Nahverkehr sowie im Motorisierten Individualverkehr. Diese Erfahrungen seien nützlich für ihn gewesen, als er gleich zu Beginn seiner HSB-Ära per Bus durch Hanau fuhr und sich ein Bild von künftigen Schwerpunkten der Stadtentwicklung machte, berichtete er dem OB und den HSB-Beschäftigten.
Im bevorstehenden März ist Schulte seit 30 Jahren im Beruf. „Die Freude an der Arbeit habe ich in dieser Zeit nie verloren“, versicherte er beim Besuch im Rathaus. Für den nötigen Ausgleich zum Berufsleben sorgen Hobbys wie das „leidenschaftliche“ Rennrad- und Mountainbike-Fahren, Opernbesuche, Lesen und die rund 3000 Exponate umfassende Sammlung an Modellfahrzeugen. Darunter seien natürlich vornehmlich Busse und Bahnen, ließ er bei der Mitarbeiterversammlung wissen.
Den Menschen bei der HSB versprach er, ihnen respektvoll, offen, verbindlich und kritikfähig begegnen zu wollen. Umgekehrt erwarte er von den Beschäftigten ehrliche, Verantwortung übernehmende und an Lösungen interessierte Arbeit. Sein Hauptanliegen: Hanau voranzubringen und besser miteinander als übereinander zu reden.
Das beherzigten auch einige der rund hundert versammelten Busfahrer, Werkstattkräfte und Verwaltungsangestellte. Ihre Anliegen reichten von der Dienstplanung über mehr Sicherheit gegenüber unliebsamen Fahrgästen bis hin zur Bitte, sich der Rückendeckung der Geschäftsführung stets sicher sein zu können.
Thomas Schulte folgt als HSB-Geschäftsführer auf Michael Takatsch, der nach zehneinhalbjährigem Wirken im September 2016 in den Ruhestand gegangen war. ER leitet zugleich die Hanau Fahrer Gesellschaft als HSB-Tochter und die Hanau Lokale Nahverkehrsorganisation GmbH.

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