HSB-Sicherheitstraining erstmals an der Büchertalschule
Die Busschule der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) ist auch außerhalb der Grenzen der Brüder-Grimm-Stadt gefragt: Erstmals bot das kommunale Nahverkehrsunternehmen sein seit 2003 bewährtes Sicherheitstraining für vierte Klassen an der Büchertalschule in Maintal an. Die besuchen Jungen und Mädchen aus dem Hanauer Stadtteil Mittelbuchen ebenso wie solche aus Maintals Stadtteil Wachenbuchen. Schulleiterin Anne Hahn war von dem Angebot so angetan, dass sie bei HSB-Trainer Michael Rüfer auch für das kommende Schuljahr ihr Interesse an der Busschule bekundete.
Drei vierten Klassen der Büchertalschule vermittelte Rüfer vor allem, wie sie sich als Fahrschüler und Fahrschülerinnen künftig orientieren, wenn sie als Fünftklässler/innen mit dem Bus unterwegs sind. Er trainierte mit den jeweils 20 und mehr Kindern pro Klasse und Schulstunde, sich stets an den Liniennummern und Fahrtzielen zu orientieren. Eine Begründung dafür: „Am Zentralen Omnibusbahnhof Freiheitsplatz in Hanau fahren so viele Buslinien ab, da kommt es schon mal zu Verwechslungen.“
Ein weiterer Schwerpunkt seines Trainings bestand darin, gegen unvorhergesehene Gefahrenbremsungen des Busfahrers gewappnet zu sein. Das fängt damit an, dass die Schulranzen oder Rucksäcke stets zwischen den Beinen eingeklemmt sein sollten, damit sie bei einer Vollbremsung nicht durch den Bus fliegen und Fahrgäste verletzen.
Viel Wert legte Rüfer darauf, dass sich die Kinder sicher genug festhalten – nicht nur im Stehen, sondern auch im Sitzen. Er demonstrierte den Jungen und Mädchen eindrucksvoll, wie unkontrolliert sie sonst gegen Sitze knallen oder fallen können, wenn der Fahrer plötzlich bremsen muss. Zur Sicherheit zählt auch, sich stets in Fahrtrichtung stehend festzuhalten, weil sie dann schneller erfassen können, wenn ein Gefahrenmoment naht und der Buslenker in die Eisen muss.
Auch das Aussteigen kann seine Tücken haben, wie Rüfer den Viertklässlern vor Augen führte. Wer an der Hintertür nicht nach rechts und links schaut, läuft Gefahr, mit Radfahrern zusammenzustoßen. Denn an mancher weiterführenden Schule in Hanau, erläuterte der HSB-Trainer, hält der Bus direkt an Rad- und Gehwegen.
Hanau, den 19. Mai 2010
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