Intensive Vorbereitungen auf den Fahrplanwechsel

Für die Stadt Hanau kümmert sich die Lokale Nahverkehrsorganisation (LNO) um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Zu den wichtigsten Aufgaben der zur städtischen BeteiligungsHolding gehörenden GmbH zählt es, Fahrpläne und Linienwege zu konzipieren. Das gilt insbesondere für die lokalen Nahverkehrspläne, die von Gesetzes wegen in regelmäßigen Zeitabständen fortzuschreiben sind.

Was sie plant, führt die Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) als städtische Schwester der LNO aus. Beim Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 ändert sich nun einiges im Stadtbus-Verkehr.
„Mit einem neuen Bedienkonzept stärken wir vom 13. Dezember an den ÖPNV in der Brüder-Grimm-Stadt“, verspricht der für die LNO zuständige Dezernent Axel Weiss-Thiel. Den in Hanau erreichten ÖPNV-Anteil von 13 Prozent des Verkehrs hält er für „steigerungsfähig“.

Mit einem attraktiven Angebot, geprägt von kürzeren Reisezeiten und weniger Umstiegen, könne die HSB ihre positive Fahrgastentwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen, ist Weiss-Thiel optimistisch. 2008 beförderte die HSB elf Millionen Menschen.
Die Reform des Nahverkehrsplans schätzt Weiss-Thiel so ein: „Es war an der Zeit, den ÖPNV an aktuelle Bedürfnisse in Hanau anzupassen und bestehende Defizite zu beheben.“ Dazu gehöre in Zeiten wachsender Pendlerströme, den Hanauer Hauptbahnhof besser zu erreichen. Das gelte auch für den innerstädtischen Busknoten Freiheitsplatz. Neben den HSB-Linien 1, 2, 5 und 7 verbindet die vom 13. Dezember an neu verkehrende Linie 11 den Hauptbahnhof direkt mit Steinheim, dem Wohngebiet Waldwiese, den Konversionsflächen und dem Industriepark Wolfgang.
Dies sei „wichtig für den Wirtschaftsstandort Hanau“, weil Evonik-Degussa seine Hauptverwaltung im August 2010 aus Frankfurt an die Rodenbacher Chaussee verlagert. Das bedeutet einen Arbeitskräftezuwachs von 800 Menschen, die im gesamten Rhein-Main-Gebiet wohnen. 4500 Menschen sind im Industriepark Wolfgang bereits beschäftigt. Diesen hat die HSB bisher nicht direkt bedient.

In enger Kooperation bereiten sich LNO und HSB auf den Fahrplanwechsel im Dezember vor. Einzelnen Buslinien nehmen dann einen anderen Verlauf als bisher. Liniennummern ändern sich zum Teil.

Mit einer breit angelegten Informationskampagne wollen HSB und LNO die Fahrgäste am Jahresende informieren, worauf sie sich neu einzustellen haben. „Im Grunde ist das kinderleicht“, versprechen HSB-Geschäftsführer Michael Takatsch sowie Karl Seegmüller und Jürgen Heitmann von der LNO.

Pressemitteilung vom 25. September 2009
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