Chronik

Öffentlicher Verkehr in und um Hanau ist uralt. Das große Römerkastell in Kesselstadt und der Verlauf des Limes deuten auf eine verkehrsmäßige Erschließung in der Römerzeit hin. Mit dem Niedergang des römischen Reiches verfiel auch das Straßensystem.
Während des Mittelalters und in der frühen Neuzeit waren Flüsse die bevorzugten Verkehrsträger. Straßen waren meist unbefestigt und daher außerordentlich witterungsanfällig. Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts gab es eine täglich verkehrende Kutsche zwischen Frankfurt und Hanau. Die Post, damals in den Händen des fürstlichen Hauses Thurn und Taxis, ließ zweimal wöchentlich einen Wagen zwischen Hanau und Aschaffenburg und einmal wöchentlich zwischen Hanau und Fulda fahren.

Verkehrsknotenpunkt Hanau

Die Entstehung des Eisenbahnnetzes im Frankfurter Raum um 1845 war für die Verkehrsverhältnisse in und um Hanau von größter Bedeutung. Durch sie wurde die Stadt zum Verkehrsknotenpunkt. Die Eisenbahnen hielten in den zunächst isoliert stehenden Bahnhöfen, darunter der Ostbahnhof (später Hauptbahnhof), der am weitesten von der Stadtmitte entfernt angelegt worden war.
Die Bevölkerung wuchs, immer mehr Wohnraum wurde geschaffen. Von 1870 an war Hanau Garnisonsstadt. Die immer dringlichere Frage nach einem öffentlichen innerstädtischen Verkehrsmittel wurde 1907 mit der Gründung der Hanauer Straßenbahn AG beantwortet. Regierungspräsident Graf von Bernstorff erteilte der Stadt Hanau am 27. Mai 1908 die Genehmigung zur Herstellung einer vollspurigen Kleinbahn.

Die erste Tram fährt

Am 15. Juni 1908 fuhr die erste Tram der Linie 1 durch die Stadt, am 8. August die zweite auf der Linie 2. Die beiden Gleisstrecken hatten eine Gesamtlänge von 5,19 Kilometern. Die Linie 1 vom Hauptbahnhof quer durch die Stadt zur Rosenau war mit 3,34 Kilometern die längere. Die Linie 2 führte vom West- zum Nordbahnhof.

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1,4 Millionen Fahrgäste

Die zehn Trams beförderten in den ersten zwölf Monaten 1,4 Millionen Fahrgäste. Das Verkehrsnetz wurde bereits im September 1909 auf Groß-Steinheim und Klein-Steinheim ausgeweitet. 1910 sollte Großauheim hinzukommen, doch lehnte der Landkreis Hanau die Mitfinanzierung ab.
Die schwierigen Jahre nach dem Ersten Weltkrieg bescherten der Hanauer Straßenbahn AG ernste Probleme. Wegen der Inflation schloss das Geschäftsjahr 1919/20 mit einem Fehlbetrag von 380000 Mark.

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Auch Busse im Angebot

Die HSB entschied, ebenfalls Buslinien anzubieten, mit denen vor allem Kesselstadt, Wilhelmsbad und das Lamboygebiet erschlossen werden sollten. Im Frühjahr 1928 rollten zwei fabrikneue Omnibusse durch Hanau.
Während der Busverkehr zwischen Nordbahnhof und Yorckstraße wenig Anklang fand, erfreuten sich die Busse, die sonntags zwischen Rosenau und Wilhelmsbad verkehrten, großen Zuspruchs.

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Die HSB in Trümmern

Wegen der schweren Luftangriffe auf Hanau kam der Straßenbahnbetrieb zum Kriegsende zum Erliegen. Bombenkrater und Trümmer in den Straßen machten einen Fahrbetrieb unmöglich. Das Bombardement am 19. März 1945 besiegelte das Schicksal der Hanauer Straßenbahn. Die Betriebsgebäude wurden zerstört. Die wenigen noch betriebsfähigen Omnibusse gingen bei der Flucht der Behörden vor den am 28. März einmarschierenden US-Amerikanern verloren oder wurden von den Besatzungstruppen beschlagnahmt.

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Nur noch Omnibusse

Die kriegsbedingten Zerstörungen standen einer Wiederaufnahme des Schienenverkehrs entgegen. Die Gesellschafter beschlossen deshalb, alle Kraft in den Omnibusverkehr zu stecken.
Das Leben in der ganzen Stadt blühte nach der Währungsreform 1948 auf. Die Industrie begann zu produzieren. Die Geschäftsleute bauten ihre Häuser und Läden in der Innenstadt wieder auf. Der Marktplatz wurde wie ehedem zum Verkehrsmittelpunkt.

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Umzug in die Daimlerstraße

Die HSB verfügte 1964 über 38 Omnibusse, mit denen fast zehn Millionen Fahrgäste befördert wurden. Der ständig wachsende Fuhrpark erforderte die Verlagerung des Straßenbahndepots an den Stadtrand. Am 15. Mai 1967 wurde an der Daimlerstraße die neue Anlage mit Betriebshof, Werkstatt, Wasch- und Pflegehalle sowie Verwaltungsgebäude in Betrieb genommen.

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Kundenzentrum eröffnet

Mit den Jahren veränderte sich der Fuhrpark der HSB. 1982 wurden die ersten umweltfreundlichen „Flüsteromnibusse“ angeschafft, ab 1994 nur noch Niederflurbusse, die das Aus- und Einsteigen erleichtern. Das neue Kundenzentrum am Freiheitsplatz öffnete 1996 seine Schalter.

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get>>in startet

Im Februar 2002 begann dagegen eine Erfolgsgeschichte: Als erstes Unternehmen in Deutschland führte die HSB gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die innovative Technologie des „Electronic Ticketing“ im öffentlichen Nahverkehr ein, die Chipkarte get»in. 2005 kam die Möglichkeit hinzu, sich per Handy an- und abmelden und bargeldlos Bus fahren zu können. Eine Innovation, die weltweit Beachtung fand.

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Wirtschaftliche Krise gemeistert

Nach einer wirtschaftlichen Krise trennte sich die HSB 2006 von ihren Tochterunternehmen – mit dem Ziel, sich auf das Bus fahren in Hanau und nach Bruchköbel zu beschränken. Die städtische BeteiligungsHolding übernahm von den Stadtwerken Hanau die HSB als hundertprozentige Tochter und wandelte sie in eine GmbH um. Die 2003 als strategische Partnerin eingestiegene Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main GmbH (VGF) gab ihre Minderheitenanteile wieder zurück.

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KVK verliert und verkauft Verkehre außerhalb Hanaus

Jubiläumsbus 2008
In ihrem Jubiläumsjahr 2008, deren Höhepunkte eine Ausstellung zur Unternehmensgeschichte beim Hanauer Bürgerfest und ein Tag der offenen Tür auf dem Betriebsgelände waren, gelang es der HSB, die Konzession für ihre Buslinien im Hanauer Stadtgebiet von 2009 bis 2017 zu sichern.

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Radio Fortuna berichtet über das Fahrgast-Informationssystem der HSB

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Fahrplanheft 2012

Neues Fahrplanheft informiert über den Fahrplan 2012

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Brunnentempel

Warum nicht mal Sehenswürdigkeiten in der Brüder-Grimm-Stadt mit der HSB erkunden?

Zwölf schöne Orte

Freie Ausbildungsplätze 2012 zum/zur KFZ-Mechatroniker/in –Nutzfahrzeugtechnik.
Nähere Infos unter 06181 / 30088-52 (Frau vom Berg).